Domainnamen finden: So findest Du einen passenden Namen für Deine Webseite

Inhaltsverzeichnis

      Du möchtest Deine eigene Webseite erstellen, aber schon bei der Wahl der Domain kommst Du ins Grübeln?

      Solltest Du Deinen eigenen Namen verwenden? Deine Tätigkeit in die Domain aufnehmen? Oder lieber einen Namen wählen, aus dem später eine eigene Marke entstehen kann? Genau an dieser Stelle bleiben viele länger hängen als nötig. Schließlich möchtest Du Dich nicht nach ein paar Monaten ärgern, weil Deine Domain zu kompliziert ist, nicht mehr zu Deinem Angebot passt oder sich niemand den Namen merken kann.

      Die gute Nachricht: Du musst nicht den einen „perfekten“ Domainnamen finden. Viel wichtiger ist, dass Deine Domain zu Deinem Business passt, verständlich ist und auch langfristig noch funktioniert.

      In diesem Artikel zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie Du einen passenden Domainnamen findest, welche Fehler Du besser vermeidest und mit welchen kostenlosen Tools Du Dir zusätzliche Ideen holen kannst. Am Ende hast Du nicht nur eine Liste möglicher Domainnamen, sondern kannst Deine Favoriten auch gezielt prüfen und eine fundierte Entscheidung treffen.

      Was ist ein Domainname überhaupt?

      Der Domainname ist der individuelle Teil Deiner Internetadresse. Bei bigbiggerbusiness.de ist „bigbiggerbusiness“ der Domainname und „.de“ die Domainendung. Zusammen bilden sie die Domain, über die Deine Webseite erreichbar ist.

      Domain, Hosting und Webseite sind dabei nicht dasselbe. Die Domain ist vereinfacht gesagt die Adresse. Das Hosting stellt den Speicherplatz und die technische Umgebung bereit. Deine eigentliche Webseite besteht aus den Inhalten, Bildern, Dateien und dem System, das auf diesem Webspace liegt.

      Domain, Hosting und Webseite erklärt

      Welche Art von Domainname passt zu Deinem Business?

      Bevor Du einzelne Namen sammelst, solltest Du entscheiden, welche Art von Name grundsätzlich zu Deinem Business passt. Diese Entscheidung ist oft wichtiger als die Frage, ob ein bestimmtes Wort besonders kreativ klingt.

      1. Deinen eigenen Namen verwenden

      Wenn Du selbst im Mittelpunkt Deines Angebots stehst, kann Dein eigener Name eine gute Lösung sein. Das passt zum Beispiel zu Coaches, Beratern, Fotografen, Therapeuten, Designern oder anderen Selbstständigen, bei denen die Person eng mit der Leistung verbunden ist.

      Ein Vorteil ist die Flexibilität. Wenn sich Dein Angebot später verändert, bleibt Dein Name weiterhin passend. Aus einer Webdesignerin kann beispielsweise später eine Beraterin oder Kursanbieterin werden, ohne dass der Domainname plötzlich zu eng gewählt ist.

      Schwieriger kann es werden, wenn Dein Name sehr häufig vorkommt, schwer geschrieben wird oder die passende Domain bereits vergeben ist. Dann solltest Du nicht automatisch Sonderzeichen oder komplizierte Zusätze anhängen, sondern prüfen, ob eine andere Namensstrategie verständlicher wäre.

      2. Einen beschreibenden Domainnamen wählen

      Ein beschreibender Domainname lässt bereits erkennen, worum es bei Deinem Angebot geht. Das kann besonders bei klar abgegrenzten oder regionalen Dienstleistungen sinnvoll sein.

      Beispiele wären etwa „gartenpflege-mueller.de“, „yoga-in-musterstadt.de“ oder eine Kombination aus Leistung und Unternehmensname.

      Der Vorteil liegt in der schnellen Verständlichkeit. Besucher können häufig schon am Namen erkennen, was sie erwartet. Gleichzeitig solltest Du aufpassen, Dich nicht zu stark einzugrenzen. Wenn Deine Domain ausschließlich eine einzelne Leistung nennt, kann sie später unpassend werden, sobald Du Dein Angebot erweiterst.

      3. Einen Marken- oder Fantasienamen entwickeln

      Eine dritte Möglichkeit ist ein eigenständiger Markenname. Er muss nicht sofort beschreiben, was Du anbietest. Genau diesen Weg habe ich beispielsweise mit BigBiggerBusiness gewählt.

      Ein Markenname kann Dir langfristig viel Freiheit geben und sich gut einprägen, wenn Du ihn konsequent mit Deinem Angebot verbindest. Dafür braucht ein unbekannter Name meist mehr Erklärung. Wer BigBiggerBusiness zum ersten Mal liest, weiß nicht automatisch, welche konkreten Inhalte dahinterstehen. Diese Einordnung übernehmen dann unter anderem Deine Positionierung, Deine Texte und Dein Branding.

      Frag Dich deshalb nicht nur: „Welcher Name gefällt mir?“ Die wichtigere Frage lautet: „Passt dieser Name auch noch zu meinem Business, wenn es sich in den nächsten Jahren weiterentwickelt?“

      Was macht einen guten Domainnamen aus?

      Ein guter Domainname muss nicht möglichst kurz oder besonders ausgefallen sein. Er sollte vor allem verständlich, merkbar und für Deinen geschäftlichen Einsatz praktikabel sein.

      Leicht zu merken und zu schreiben

      Deine Domain sollte sich möglichst einfach weitergeben lassen. Ein guter Praxistest ist deshalb: Sage einer anderen Person den Namen einmal laut und bitte sie anschließend, ihn aufzuschreiben. Muss sie mehrfach nachfragen, wie einzelne Wörter geschrieben werden, ist das ein Hinweis darauf, dass der Name im Alltag unnötig kompliziert sein könnte.

      So kurz wie sinnvoll, nicht so kurz wie möglich

      Kurze Domains können angenehm sein, aber eine feste ideale Zeichenzahl gibt es nicht. Ein verständlicher etwas längerer Name ist häufig besser als eine kurze Kombination aus Abkürzungen, die sich niemand merken kann. Auch bigbiggerbusiness.de ist kein extrem kurzer Domainname. Trotzdem lässt sich der Name als zusammengehöriger Markenbegriff verwenden. Entscheidend ist also nicht nur die Länge, sondern ob der Name verständlich und wiedererkennbar ist.

      Einfach auszusprechen

      Denk auch daran, dass Du Deine Domain möglicherweise am Telefon, in einem Video, bei einem Kundengespräch oder auf einer Veranstaltung nennst. Wenn Du jedes Mal erklären musst, wo ein Bindestrich steht oder wie ein Fantasiewort geschrieben wird, erzeugt das unnötige Hürden.

      Zahlen, Bindestriche und Sonderfälle bewusst einsetzen

      Zahlen und Bindestriche sind nicht grundsätzlich schlecht. Sie sollten aber einen nachvollziehbaren Zweck haben. Mehrere Bindestriche, schwer verständliche Abkürzungen oder Zahlen, bei denen unklar ist, ob sie ausgeschrieben werden, machen eine Domain schnell fehleranfällig. Bei Umlauten solltest Du ebenfalls überlegen, wie Du die Adresse mündlich weitergibst und ob Deine Zielgruppe die Schreibweise problemlos verwenden kann. Für viele Projekte ist eine Schreibweise ohne Umlaut einfacher.

      Langfristig denken

      Eine Domain ist keine Entscheidung nur für den heutigen Stand Deines Angebots. Überlege, ob sie auch noch passt, wenn Du später weitere Leistungen, digitale Produkte, Kurse oder andere Themen ergänzt. Eine zu enge Domain kann später einen Wechsel notwendig machen. Das ist möglich, bedeutet aber zusätzliche technische Arbeit, Weiterleitungen, Anpassungen und Kommunikationsaufwand. Deshalb lohnt sich der Blick ein paar Jahre voraus.

      Muss ein Keyword in den Domainnamen?

      Ein Keyword im Domainnamen kann hilfreich sein, weil Besucher schneller erkennen, worum es bei einer Webseite geht. Für das Google-Ranking solltest Du die Domain aber nicht künstlich mit Suchbegriffen vollpacken. Google erklärt selbst, dass Wörter in Domainnamen nur einer von vielen Faktoren sind und dass das sogenannte Exact-Match-Domain-System verhindern soll, dass Domains allein wegen einer exakten Übereinstimmung mit einer Suchanfrage übermäßig bevorzugt werden. In Googles SEO-Leitfaden wird außerdem darauf hingewiesen, dass Keywords im Domainnamen allein nur geringe Auswirkungen auf das Ranking haben.

      Wähle Deinen Domainnamen deshalb zuerst für Menschen und für Dein Business. Eine klare Positionierung, hilfreiche Inhalte, eine technisch saubere Webseite und eine gute Nutzererfahrung sind für Deine Sichtbarkeit wesentlich wichtiger als der Versuch, möglichst viele Keywords in die Domain zu packen.

      Welche Domainendung solltest Du wählen?

      Für ein Unternehmen, das sich hauptsächlich an Kunden in Deutschland richtet, ist .de häufig die naheliegendste Wahl. Die Endung ist bekannt und macht die regionale Ausrichtung sofort verständlich.

      Eine .com-Domain kann sinnvoll sein, wenn Du international auftreten möchtest oder Dein Markenname international ausgerichtet ist. Andere Endungen können ebenfalls funktionieren. Entscheidend ist, dass sie zu Deinem Projekt passt und Deine Zielgruppe sie versteht. Wähle keine ungewöhnliche Endung nur deshalb, weil Dein Wunschname unter .de bereits vergeben ist. Prüfe zuerst, wer die bestehende Domain nutzt und ob Verwechslungsgefahr entstehen könnte. Manchmal ist ein anderer Name die bessere Lösung.

      Domainnamen finden: Schritt für Schritt

      Schritt 1: Sammle Begriffe rund um Dein Business

      Starte nicht sofort mit einem Domain-Generator. Schreib zuerst selbst Begriffe auf, die zu Deinem Unternehmen passen. So verhinderst Du, dass ein Tool die Richtung Deiner Namensfindung vorgibt.

      Notiere zum Beispiel:

      ➡️ Deinen Namen oder Unternehmensnamen
      ➡️ Deine wichtigste Leistung
      ➡️ das Ergebnis, das Kunden mit Dir erreichen
      ➡️ Begriffe, die zu Deiner Positionierung passen
      ➡️ Deinen Ort oder Deine Region, wenn Du überwiegend lokal arbeitest
      ➡️ Wörter, die die gewünschte Wirkung oder Stimmung Deiner Marke beschreiben

      Eine Ayurveda-Masseurin könnte beispielsweise mit Begriffen wie Ayurveda, Massage, Balance, Ruhe, Berührung oder ihrem eigenen Namen beginnen. Ein Handwerksbetrieb würde dagegen eher Leistung, Familienname und Region sammeln.

       

      Schritt 2: Bilde sinnvolle Kombinationen

      Kombiniere Deine Begriffe miteinander, aber bewerte sie noch nicht zu streng. In dieser Phase geht es darum, mehrere Möglichkeiten sichtbar zu machen.

      Du kannst beispielsweise Name + Leistung, Leistung + Ort, zwei passende Begriffe oder einen eigenständigen Markennamen ausprobieren. Schreib ruhig auch Varianten auf, die Dir zunächst nur mittelmäßig gefallen. Oft entsteht aus einer unperfekten Idee eine deutlich bessere.

      Schritt 3: Prüfe Deine Favoriten auf Alltagstauglichkeit

      Wähle anschließend etwa fünf bis zehn Favoriten aus und prüfe sie mit einfachen Fragen:

      ➡️ Kann ich den Namen problemlos aussprechen?
      ➡️ Kann jemand ihn nach einmaligem Hören richtig schreiben?
      ➡️ Ist er auch ohne Erklärung verständlich?
      ➡️ Passt er zu meiner Zielgruppe?
      ➡️ Passt er noch, wenn sich mein Angebot erweitert?
      ➡️ Würde ich ihn ohne unangenehme Erklärung am Telefon nennen?

      Wenn ein Name hier mehrfach Schwierigkeiten verursacht, streiche ihn. Du brauchst nicht zehn fast gleich gute Kandidaten. Zwei oder drei starke Favoriten reichen für die weitere Prüfung.

      Schritt 4: Nutze kostenlose Tools für zusätzliche Ideen

      Wenn Dir noch Varianten fehlen, können Namensgeneratoren hilfreich sein. Sie sollten Deine Entscheidung aber unterstützen und nicht ersetzen.

      DomainWheel

      DomainWheel ist ein kostenloser Domainnamen-Generator. Du kannst bei DomainWheel einen oder mehrere Begriffe eingeben. Für die erste Suche empfehle ich Dir, mit einem zentralen Begriff zu starten, der Dein Business oder Deine Tätigkeit beschreibt. So erhältst Du übersichtlichere Namensideen und kannst anschließend mit weiteren Begriffen experimentieren.

      DomainWheel

      Domainwheel

      Namelix

      Namelix ist stärker auf die Entwicklung von Marken- und Businessnamen ausgerichtet. Du kannst Keywords und eine kurze Beschreibung Deines Unternehmens eingeben und unterschiedliche Namensstile auswählen, zum Beispiel markenfähige Namen, zusammengesetzte Wörter oder kurze Phrasen. Auch Domainendungen können in die Suche einbezogen werden.

      Namelix ist deshalb besonders interessant, wenn Du noch keinen fertigen Unternehmensnamen hast und nicht nur nach einer freien Domain, sondern zunächst nach einer Markenidee suchst.

      www.namelix.com

      Namelix Business Name Generator
      Namelix Domain Ergebnis

      Wichtig

      Übernimm einen generierten Namen nicht ungeprüft. Ein Tool kann Dir Ideen liefern, aber es weiß nicht zuverlässig, ob der Name zu Deiner Positionierung passt oder ob ältere Rechte anderer Unternehmen betroffen sind.

      ChatGPT 

      Wenn Du noch gar nicht weißt, in welche Richtung Dein Domainname gehen soll, kannst Du ChatGPT für das erste Brainstorming nutzen. Der Vorteil gegenüber einem klassischen Namensgenerator ist, dass Du mehr Informationen zu Deinem Business mitgeben kannst.

      Beschreibe zum Beispiel, was Du anbietest, für wen Dein Angebot gedacht ist und welche Wirkung Dein Name vermitteln soll. Anschließend kannst Du Dir verschiedene Namensrichtungen vorschlagen lassen.

      Beispiel-Prompt:

      „Ich bin selbstständige Yogalehrerin und biete Online-Yogakurse für berufstätige Frauen an, die mehr Entspannung in ihren Alltag bringen möchten. Entwickle 20 Ideen für einen leicht verständlichen, einprägsamen Domainnamen. Die Namen sollen auf Deutsch funktionieren und nicht zu esoterisch klingen.“

      Betrachte die Vorschläge als Ausgangspunkt. ChatGPT kann Dir nicht zuverlässig garantieren, dass eine Domain noch verfügbar ist oder dass der vorgeschlagene Name keine bestehenden Marken- oder Namensrechte berührt. Diese Punkte musst Du anschließend separat prüfen.

      https://openai.com/de-DE/

      ChatGPT

      Schritt 5: Prüfe, ob die Domain verfügbar ist

      Wenn Du zwei oder drei Favoriten hast, prüfst Du die tatsächliche Verfügbarkeit bei dem Anbieter, bei dem Du Deine Domain beziehungsweise Dein Hosting bestellen möchtest.

      Achte dabei genau auf die Kombination aus Name und Endung. Dass beispiel.de vergeben ist, sagt nichts darüber aus, ob beispiel.com ebenfalls vergeben ist. Umgekehrt solltest Du eine freie alternative Endung nicht vorschnell registrieren, wenn unter der wichtigsten Endung bereits ein anderes Unternehmen mit demselben oder einem sehr ähnlichen Namen aktiv ist.

      Schritt 6: Recherchiere Namen und Marken

      Eine freie Domain bedeutet nicht automatisch, dass Du den Namen geschäftlich ohne Risiko verwenden kannst. Vor der Registrierung solltest Du deshalb recherchieren, ob identische oder ähnliche Unternehmens- und Markennamen bereits existieren. Suche zunächst in Suchmaschinen, Handels- und Branchenverzeichnissen nach Deinem Favoriten. Für deutsche Marken kannst Du außerdem kostenlos im DPMAregister des Deutschen Patent- und Markenamts recherchieren.

      Das DPMA weist ausdrücklich darauf hin, dass bei einer Markenanmeldung nicht automatisch geprüft wird, ob bereits identische oder ähnliche ältere Marken bestehen. Außerdem ist eine vollständige Ähnlichkeitsrecherche im DPMAregister nur eingeschränkt möglich. Für Marken mit Schutzwirkung in Deutschland können zusätzlich Datenbanken des EUIPO und der WIPO relevant sein.

      Die eigene Recherche ist deshalb eine sinnvolle Vorprüfung, aber keine rechtliche Freigabe. Wenn Du einen Namen langfristig als wichtige Marke aufbauen möchtest oder bei der Recherche auf ähnliche Namen stößt, kann eine professionelle markenrechtliche Prüfung sinnvoll sein.

      Schritt 7: Prüfe den Namen im Gesamtbild

      Bevor Du Dich endgültig entscheidest, schau Dir Deinen Favoriten nicht nur als Domain an. Prüfe, ob der Name auch als Unternehmensname, Logo, E-Mail-Adresse und gegebenenfalls als Social-Media-Name funktioniert. Du musst nicht auf jeder Plattform exakt denselben Benutzernamen bekommen. Wenn Social Media für Dein Business wichtig ist, ist es aber sinnvoll, größere Abweichungen früh zu erkennen.

      Typische Fehler bei der Wahl des Domainnamens

      Fehler 1: Wochenlang nach dem perfekten Namen suchen

      Ein guter Domainname ist wichtig, aber er entscheidet nicht allein darüber, ob Dein Business erfolgreich wird. Wenn ein Name verständlich, verfügbar, langfristig passend und ausreichend geprüft ist, hast Du eine solide Grundlage. Danach wird wichtiger, was Du aus Deiner Marke und Deiner Webseite machst.

      Fehler 2: Den Namen nur nach SEO auswählen

      Eine Domain wie „beste-guenstige-webdesignerin-musterstadt.de“ wirkt nicht automatisch professionell und bringt Dir keinen garantierten Rankingvorteil. Wähle einen Namen, den Menschen verstehen und mit Deinem Business verbinden können.

      Fehler 3: Sich zu stark auf die aktuelle Leistung festlegen

      Wenn Du heute nur eine Leistung anbietest, kann eine sehr enge Domain logisch erscheinen. Überlege trotzdem, ob Du in zwei oder drei Jahren weitere Angebote ergänzen möchtest. Ein etwas breiterer Name kann Dir später viel Arbeit ersparen.

      Fehler 4: Nur prüfen, ob die Domain frei ist

      Die technische Verfügbarkeit ist nur ein Teil der Prüfung. Ein bereits verwendeter Unternehmens- oder Markenname kann problematisch sein, obwohl die konkrete Domain noch frei ist.

      Fehler 5: Einen komplizierten Namen schönreden

      Wenn Du schon während der Namensfindung ständig erklären musst, wie ein Begriff geschrieben wird, wird dieses Problem später nicht verschwinden. Nimm Verständlichkeit ernst. Ein Name muss nicht langweilig sein, aber er sollte im Alltag funktionieren.

      Checkliste: Ist Dein Domainname eine gute Wahl?

      • Der Name passt zu meinem Business und meiner Zielgruppe
      • Ich kann die Domain leicht aussprechen und weitergeben
      • Die Schreibweise ist verständlich
      • Der Name ist nicht unnötig lang oder kompliziert
      •  Ich habe geprüft, ob Zahlen oder Bindestriche wirklich notwendig sind
      • Die Domain passt auch zu möglichen zukünftigen Angeboten
      • Ich habe die gewünschte Domainendung bewusst gewählt
      •  Ich habe geprüft, ob die Domain verfügbar ist
      • Ich habe nach identischen und ähnlichen Unternehmensnamen gesucht
      • Ich habe eine Markenrecherche als Vorprüfung durchgeführt
      • Ich habe bei wichtigen oder unklaren Treffern berücksichtigt, dass eine professionelle rechtliche Prüfung sinnvoll sein kann
      •   Der Name funktioniert auch als Unternehmens- beziehungsweise Markenname und gegebenenfalls auf Social Media

      Häufig gestellte Fragen

      Wie lang sollte ein Domainname sein?

      Es gibt keine feste ideale Länge. Kürzer ist häufig leichter zu merken, aber Verständlichkeit ist wichtiger als eine möglichst geringe Zeichenzahl. Vermeide unnötig lange Wortketten und schwer verständliche Abkürzungen.

      Ist ein Keyword im Domainnamen wichtig für SEO?

      Ein Keyword kann Nutzern schneller zeigen, worum es geht. Für das Ranking ist es aber kein entscheidender Vorteil. Google berücksichtigt viele Signale und begrenzt ausdrücklich die übermäßige Bevorzugung sogenannter Exact-Match-Domains.

      Sollte ich meinen eigenen Namen als Domain verwenden?

      Das kann sinnvoll sein, wenn Du als Person im Mittelpunkt Deiner Marke stehst oder Dein Angebot später flexibel erweitern möchtest. Wenn Du dagegen ein Unternehmen aufbauen möchtest, das unabhängig von Deiner Person wachsen soll, kann ein eigenständiger Markenname besser passen.

      Ist .de immer die beste Domainendung?

      Nein. Für ein hauptsächlich deutsches Angebot ist .de häufig naheliegend. Bei einem internationalen Business kann beispielsweise .com sinnvoll sein. Entscheidend sind Zielgruppe, Marke und die Verfügbarkeit eines passenden Namens.

      Darf ich eine Domain registrieren, wenn sie frei ist?

      Technische Verfügbarkeit bedeutet nicht automatisch, dass keine Rechte Dritter betroffen sind. Prüfe deshalb zusätzlich Unternehmensnamen und Marken. Bei wichtigen geschäftlichen Namen oder unklaren Treffern solltest Du rechtlichen Rat in Betracht ziehen.

      Sind Bindestriche in einer Domain schlecht?

      Nicht grundsätzlich. Ein Bindestrich kann die Lesbarkeit sogar verbessern. Problematisch wird es eher, wenn mehrere Bindestriche nötig sind oder Du die Schreibweise bei jeder mündlichen Weitergabe erklären musst.

      Was mache ich, wenn meine Wunschdomain vergeben ist?

      Prüfe zuerst, wer die Domain verwendet. Nutzt bereits ein Unternehmen einen sehr ähnlichen Namen, solltest Du nicht einfach auf eine andere Endung ausweichen. Ist keine Verwechslungsgefahr erkennbar, kannst Du sinnvolle Namensvarianten prüfen. Vermeide aber komplizierte Zusätze nur mit dem Ziel, unbedingt an Deinem ersten Wunsch festzuhalten.

      Fazit: Ein guter Domainname muss zu Deinem Business passen

      Beim Domainnamen geht es nicht darum, die kreativste oder SEO-stärkste Kombination zu finden. Ein guter Name sollte verständlich sein, zu Deinem Business passen und Dir genügend Spielraum für die weitere Entwicklung lassen.

      Sammle deshalb zuerst eigene Begriffe, entwickle mehrere Varianten und prüfe Deine Favoriten auf Verständlichkeit und Alltagstauglichkeit. Kostenlose Tools wie DomainWheel oder Namelix oder ChatGPT können Dir zusätzliche Ideen liefern. Die endgültige Entscheidung solltest Du aber erst treffen, nachdem Du Verfügbarkeit sowie mögliche ältere Unternehmens- und Markenrechte geprüft hast.

      Wenn Du Deinen passenden Domainnamen gefunden hast, folgt der nächste konkrete Schritt: die Domain registrieren. In meiner Schritt-für-Schritt-Anleitung zeige ich Dir, wie Du eine Domain bei ALL-INKL registrierst und worauf Du dabei achten solltest.

      Domain registrieren bei All-Inkl

      Wenn Du noch ganz am Anfang stehst und zuerst den gesamten Ablauf Deiner Webseite verstehen möchtest, lies zusätzlich:

      Webseite erstellen: Die 6 wichtigsten Schritte für Anfänger

      Katharina Fuhrmann

      Katharina Fuhrmann

      Webdesignerin & Initiatorin

      Ich unterstütze Selbstständige dabei, ihre Ideen Schritt für Schritt in eine professionelle Webseite zu verwandeln.

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      In 6 Schritten zur erfolgreichen Webseite