Webseite erstellen: Die 6 wichtigsten Schritte für Anfänger

Inhaltsverzeichnis

      Eine Webseite zu erstellen beginnt nicht mit Farben, einem Theme oder dem WordPress-Dashboard. Bevor Du Dich an die technische Umsetzung setzt, solltest Du wissen, welches Ziel Deine Webseite verfolgt, wen Du erreichen möchtest und welche Inhalte Deine Besucher wirklich benötigen. Genau dabei hilft Dir dieser Artikel.

      Du gehst die wichtigsten Grundlagen in sechs Schritten durch und entwickelst einen roten Faden für Deine Webseite. Das ist besonders hilfreich, wenn Du zum ersten Mal eine eigene Webseite planst. Aber auch wenn bereits eine Webseite vorhanden ist, kannst Du mit den Schritten prüfen, ob Aufbau, Inhalte und Gestaltung noch zu Deinem Business passen.

      Wichtig ist dabei: Du musst am Anfang noch nicht jedes Detail kennen. Ziel ist zunächst, eine klare Grundlage zu schaffen. Die technische Umsetzung mit Domain, Hosting und WordPress folgt danach.

      Mein Tipp

      Zu diesem Artikel gibt es ein kostenloses Workbook, mit dem Du die sechs Schritte direkt für Deine eigene Webseite bearbeiten kannst. Den Download findest Du weiter unten im Artikel.

      Warum Du Deine Webseite zuerst planen solltest

      Viele starten mit der technischen Umsetzung und entscheiden erst währenddessen, welche Seiten, Texte und Inhalte sie eigentlich brauchen. Das wirkt zunächst schnell, führt aber häufig dazu, dass Seiten mehrfach umgebaut werden, wichtige Inhalte fehlen oder die Webseite zwar schön aussieht, aber kein klares Ziel verfolgt. Eine gute Planung spart deshalb nicht nur Zeit, sondern oft auch Geld. Wenn Du vorher weißt, welche Aufgabe Deine Webseite erfüllen soll, kannst Du Design, Navigation, Texte und Technik viel gezielter auswählen.

      Eine sinnvolle Vorbereitung beantwortet vor allem diese Fragen:

      ➡️ Was soll ein Besucher auf Deiner Webseite verstehen oder tun?
      ➡️ Wen möchtest Du mit Deinem Angebot erreichen?
      ➡️ Welche Seiten und Informationen braucht diese Person?
      ➡️ Welche Inhalte führen verständlich durch Dein Angebot?
      ➡️ Wie soll Deine Marke wirken?
      ➡️ Welche Bilder und Medien unterstützen Deine Inhalte?

      Diese Fragen bauen aufeinander auf. Genau deshalb gehen wir die Planung jetzt Schritt für Schritt durch.

      Schritt 1: Kläre, was Deine Webseite erreichen soll und was Dich unterscheidet

      Bevor Du eine Webseite erstellst, brauchst Du ein klares Ziel. Eine Webseite kann zum Beispiel Anfragen erzeugen, Termine vermitteln, Produkte verkaufen, Wissen bereitstellen oder Vertrauen in Deine Arbeit aufbauen. Je genauer Du dieses Ziel kennst, desto leichter kannst Du entscheiden, welche Inhalte wirklich auf die Webseite gehören. Daneben solltest Du Dir überlegen, warum jemand gerade Dein Angebot wählen sollte.

      Im Marketing wird dafür häufig der Begriff USP verwendet. USP steht für „Unique Selling Proposition“, also Dein Alleinstellungsmerkmal. Für den Anfang musst Du daraus aber keinen perfekten Werbesatz machen.

      Hilfreicher sind zunächst einfache Fragen:

      ➡️ Was bietest Du konkret an?
      ➡️ Welches Problem löst Du oder welches Ergebnis ermöglichst Du?
      ➡️ Für wen ist Dein Angebot besonders geeignet?
      ➡️ Was ist an Deiner Arbeitsweise, Deinem Angebot oder Deiner Erfahrung besonders?
      ➡️ Was ist Deinen Kunden bei der Zusammenarbeit mit Dir wichtig?

      Ein Beispiel

      „Ich biete Ernährungsberatung an“ beschreibt zwar eine Leistung, sagt aber noch wenig darüber aus, für wen sie gedacht ist und welchen konkreten Nutzen sie bringt.

      Klarer wäre zum Beispiel: „Ich unterstütze berufstätige Frauen dabei, eine ausgewogene Ernährung in ihren Alltag zu integrieren, ohne komplizierte Ernährungspläne oder stundenlanges Kochen.“

      Du siehst, es geht nicht darum möglichst außergewöhnlich zu klingen. Eine verständliche und glaubwürdige Aussage, die Zielgruppe und Nutzen erkennen lässt, ist für Deine Webseite meist wertvoller als ein künstlich konstruierter Werbespruch.

      Vier Schritte zu deiner Positionierung_mobil

      Merke Dir

      Dein Alleinstellungsmerkmal muss nicht bedeuten, dass niemand sonst auf der Welt etwas Ähnliches anbietet. Entscheidend ist die für Deine Zielgruppe relevante Kombination aus Angebot, Nutzen, Zielgruppe und Arbeitsweise.

      Schritt 2: Definiere, wen Du mit Deiner Webseite erreichen möchtest

      Eine Webseite kann nur dann verständlich kommunizieren, wenn Du weißt, für wen Du schreibst. Versuchst Du gleichzeitig Anfänger, Profis, Privatkunden, Unternehmen und völlig unterschiedliche Bedürfnisse anzusprechen, werden Texte und Angebote schnell unklar.

      Das bedeutet nicht, dass Du nur eine einzige Art von Mensch bedienen darfst. Du solltest aber erkennen, welche Personen für Dein Angebot besonders relevant sind und welche Bedürfnisse sie gemeinsam haben.

      Frage Dich zum Beispiel:

      ➡️ Wer benötigt das Ergebnis, das ich anbiete?
      ➡️ Welches Problem oder welchen Wunsch bringt diese Person mit?
      ➡️ Was hat sie möglicherweise schon ausprobiert?
      ➡️ Welche Fragen oder Unsicherheiten hat sie vor einer Buchung oder einem Kauf?
      ➡️ Welche Informationen braucht sie, um mir zu vertrauen und eine Entscheidung zu treffen?

      Gerade der letzte Punkt ist für Deine Webseite wichtig. Eine Zielgruppendefinition ist nicht nur eine Marketingübung. Sie beeinflusst ganz praktisch Deine Seitenstruktur, Deine Texte, Deine Beispiele, Deine Bilder und Deine Handlungsaufforderungen.

      Wenn Du Deine Zielgruppe noch nicht klar definiert hast, arbeite diesen Schritt zuerst ausführlicher durch:

      Zielgruppe definieren: In 6 Schritten zu Deinen Wunschkunden

      Probleme Deiner Zielgruppe verstehen: Inhalte mit Mehrwert

      Schritt 3: Plane die Seiten und die Navigation Deiner Webseite

      Jetzt weißt Du, was Deine Webseite erreichen soll und wen Du ansprechen möchtest. Erst jetzt lohnt es sich, die eigentliche Seitenstruktur zu planen. Eine typische Unternehmenswebseite kann beispielsweise aus einer Startseite, einer Über mich- oder Über uns Seite, einer oder mehreren Leistungsseiten und einer Kontaktseite bestehen. Je nach Business können ein Blog, Referenzen, häufig gestellte Fragen, eine Buchungsseite oder weitere Informationsseiten sinnvoll sein. Dabei gilt nicht: Je mehr Seiten, desto professioneller. Jede Seite sollte einen nachvollziehbaren Zweck erfüllen.

      Seite, Abschnitt und Menüpunkt sind nicht dasselbe

      Gerade am Anfang werden diese Begriffe häufig verwechselt. Eine Seite ist eine eigene Unterseite mit einer eigenen URL. Ein Abschnitt ist nur ein Bereich innerhalb einer Seite. Ein Menüpunkt ist ein Eintrag in Deiner Navigation und kann zu einer Seite oder auch zu einem bestimmten Bereich führen. Bevor Du also für jedes einzelne Thema eine neue Seite anlegst, überlege: Braucht dieses Thema wirklich eine eigene URL und habe ich hierfür genügend eigenen Inhalt? Oder ist es als Abschnitt auf einer bestehenden Seite verständlicher?

      Plane zuerst die Seiten, dann das Menü

      Ein häufiger Fehler ist, zuerst das Menü zu bauen und daraus die Seitenstruktur abzuleiten. Sinnvoller ist die umgekehrte Reihenfolge: Überlege zuerst, welche Seiten Deine Besucher benötigen. Anschließend entscheidest Du, welche davon in die Hauptnavigation gehören.

      Die Navigation sollte schnell erfassbar sein. Eine starre Regel wie „höchstens sieben Menüpunkte“ ist nicht für jede Webseite notwendig. Wichtiger ist, dass die Hauptnavigation übersichtlich bleibt, eindeutige Bezeichnungen verwendet und nicht mit unnötigen Punkten überladen wird.

      Wie viele Seiten braucht Deine Webseite wirklich?

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      Schritt 4: Plane Deine Inhalte und Überschriften

      Eine gute Seitenstruktur allein reicht noch nicht aus. Auf jeder Seite muss ein Besucher schnell verstehen, wo er ist, was Du anbietest und was als Nächstes sinnvoll ist. Plane deshalb für jede wichtige Seite zunächst die Kernaussage. Du musst noch nicht sofort den perfekten Text schreiben. Eine grobe Inhaltsstruktur hilft Dir, bevor Du Dich mit Formulierungen beschäftigst. Für eine Leistungsseite könntest Du beispielsweise diese Fragen beantworten:

      ➡️ Was bietest Du an?
      ➡️ Für wen ist die Leistung gedacht?
      ➡️ Welches Problem wird gelöst oder welches Ergebnis erreicht?
      ➡️ Wie läuft die Zusammenarbeit ab?
      ➡️ Was ist enthalten?
      ➡️ Welche häufigen Fragen oder Einwände gibt es?
      ➡️ Was soll der Besucher anschließend tun?

      Was bedeuten H1, H2 und H3?

      Überschriften strukturieren Deine Inhalte. H1, H2 und H3 sind dabei keine Größenangaben, sondern Hierarchieebenen.

      • H1: die Hauptüberschrift der jeweiligen Seite oder des Beitrags.
      • H2: größere Themenbereiche innerhalb der Seite.
      • H3: Unterpunkte innerhalb eines H2-Bereichs.

      Für eine normale Inhaltsseite ist eine klare Hauptüberschrift sinnvoll. Darunter gliederst Du den Inhalt logisch mit H2 und bei Bedarf H3. Wähle Überschriften nicht nur danach aus, wie groß sie optisch aussehen sollen. Das Aussehen wird über das Design gesteuert, die H-Struktur beschreibt dagegen den Aufbau des Inhalts.

      Schreibe zuerst verständlich, dann für Suchmaschinen

      Wenn Du bei Google gefunden werden möchtest, spielen Suchbegriffe und Suchintention eine wichtige Rolle. Trotzdem sollte ein Text nicht künstlich mit Keywords gefüllt werden. Verwende relevante Begriffe dort, wo sie natürlich zum Inhalt passen, und beantworte die Fragen Deiner Leser möglichst konkret. Ein guter Webseitentext führt einen Besucher durch den Inhalt. Er erklärt nicht nur Funktionen oder Eigenschaften, sondern zeigt, warum eine Information oder Leistung für die Zielgruppe relevant ist.

      Schritt 5: Lege Farben, Schriften und Gestaltung fest

      Jetzt kommt das visuelle Erscheinungsbild. Farben und Schriften prägen den ersten Eindruck Deiner Webseite und sollten zu Deiner Marke, Deinem Angebot und Deiner Zielgruppe passen. Du brauchst dafür nicht möglichst viele Farben oder Schriftarten.

      Für viele kleine Unternehmenswebseiten reicht ein überschaubares System aus einer Hauptfarbe, ergänzenden Farben und klar definierten Textfarben. Bei Schriften sind ein oder zwei gut kombinierbare Schriftfamilien häufig ausreichend. Das ist jedoch eine Orientierung und keine starre Regel. Entscheidend ist, dass die Gestaltung einheitlich bleibt und die Inhalte gut lesbar sind.

      Achte nicht nur auf die Wirkung, sondern auch auf Lesbarkeit

      Eine schöne Farbkombination bringt wenig, wenn Texte kaum zu lesen sind. Prüfe deshalb den Kontrast zwischen Text und Hintergrund. Auch sehr dünne Schriftarten, zu kleine Texte oder verspielte Schriften können die Nutzung erschweren. Denke außerdem an Smartphone und Tablet. Eine Gestaltung, die auf einem großen Bildschirm funktioniert, kann auf einem kleinen Display schnell unübersichtlich werden.

      Farbpsychologie: Welche Farben passen zu Deinem Business?

      Dein kleines Farbsystem- Klarer Webdesign-Guide

      Schritt 6: Wähle passende Bilder und Videos aus

      Bilder und Videos können Inhalte schneller verständlich machen und Vertrauen schaffen. Sie sollten aber einen Zweck erfüllen und nicht nur freie Flächen füllen. Eigene Bilder sind besonders wertvoll, wenn Du als Person oder Dienstleister sichtbar werden möchtest. Für ergänzende Motive kannst Du auch Stockfotos oder andere lizenzierte Bildquellen nutzen. Prüfe dabei immer die jeweilige Lizenz und Nutzungsbedingungen. „Im Internet gefunden“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Bild auf Deiner Webseite verwendet werden darf.

      Achte außerdem auf die Dateigröße. Sehr große Bilddateien können die Ladezeit Deiner Webseite verschlechtern. Bilder sollten deshalb in einer sinnvollen Größe exportiert und für die Webnutzung komprimiert werden.

      Vergiss Alt-Texte nicht

      Bei inhaltlich relevanten Bildern solltest Du einen passenden Alternativtext hinterlegen. Dieser beschreibt den wesentlichen Bildinhalt für Menschen, die das Bild nicht sehen können, und unterstützt damit die Barrierefreiheit. Rein dekorative Bilder werden anders behandelt und benötigen nicht automatisch eine inhaltliche Beschreibung.

      Kostenlose Bilder und Videos für Deine Webseite

      Danach beginnt die technische Umsetzung Deiner Webseite

      Wenn die sechs Schritte stehen, hast Du die inhaltliche Grundlage für Deine Webseite geschaffen. Jetzt kannst Du wesentlich gezielter mit der technischen Umsetzung beginnen. Dazu gehören unter anderem Domain, Hosting, WordPress, Grundeinstellungen, Theme beziehungsweise Page Builder, notwendige Plugins, Sicherheit, Datenschutz und die Optimierung für verschiedene Bildschirmgrößen.

      Du musst dabei nicht alle möglichen Tools installieren. Gerade bei WordPress gilt: Nutze nur die Funktionen und Plugins, die Du tatsächlich benötigst. Jedes zusätzliche Plugin kann Wartungsaufwand verursachen und sollte deshalb bewusst ausgewählt werden. Ein sinnvoller technischer Ablauf kann so aussehen:

      1. Domain auswählen und registrieren
      2. Hosting einrichten
      3. WordPress installieren
      4. wichtige WordPress-Einstellungen prüfen
      5. Theme oder Page Builder einrichten
      6. notwendige Plugins auswählen
      7. Seiten und Navigation umsetzen
      8. Datenschutz, Sicherheit und Barrierefreiheit prüfen
      9. Darstellung auf Smartphone, Tablet und Desktop testen

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      Typische Fehler beim Erstellen einer Webseite

      Auch mit einer guten Planung können sich Fehler einschleichen. Viele davon entstehen, weil zu früh mit Design oder Technik begonnen wird. Wenn Du diese typischen Stolperfallen kennst, kannst Du Dir später einiges an Arbeit ersparen.

      Fehler 1: Mit dem Design beginnen, bevor das Ziel feststeht

      Farben, Schriften und Layout machen Spaß und deshalb beginnen viele genau damit. Weißt Du aber noch nicht, wen Du erreichen möchtest und was Deine Webseite bewirken soll, fehlt dem Design die Grundlage.

      Besser: Kläre zuerst Ziel, Zielgruppe und Inhalte. Danach gestaltest Du die Webseite passend dazu.

      Fehler 2: Zu viele Informationen auf einmal unterbringen

      Aus Angst, etwas Wichtiges zu vergessen, werden Seiten schnell mit Texten, Angeboten, Buttons und Bildern überladen. Für Besucher wird es dadurch schwieriger zu erkennen, was wirklich wichtig ist.

      Besser: Jede Seite braucht eine klare Aufgabe. Frage Dich bei jedem Inhalt, ob er dem Besucher an dieser Stelle tatsächlich weiterhilft.

      Fehler 3: Die Webseite aus der eigenen Perspektive schreiben

      „Wir bieten …“, „Ich habe …“, „Meine Leistungen …“: Natürlich darfst Du über Dein Unternehmen sprechen. Entscheidend ist aber, dass Deine Besucher erkennen, was Dein Angebot für sie bedeutet.

      Besser: Verbinde Deine Leistung mit dem Problem, Wunsch oder Ergebnis Deiner Zielgruppe.

      Fehler 4: Für jedes Thema eine eigene Seite erstellen

      Mehr Seiten bedeuten nicht automatisch eine bessere Webseite. Wenn einzelne Unterseiten kaum eigenen Inhalt haben, wird die Webseite unnötig kompliziert.

      Besser: Prüfe, ob ein Thema wirklich eine eigene Seite benötigt oder als Abschnitt auf einer bestehenden Seite besser aufgehoben ist.

      Fehler 5: Zu viele Farben, Schriften und Gestaltungselemente verwenden

      Mehr Gestaltung macht eine Webseite nicht automatisch professioneller. Zu viele unterschiedliche Elemente können unruhig wirken und die Orientierung erschweren.

      Besser: Entwickle ein kleines, wiederkehrendes Designsystem für Farben, Schriften, Buttons und Abstände.

      Fehler 6: Die mobile Ansicht erst am Ende beachten

      Eine Webseite kann auf dem Desktop hervorragend aussehen und auf dem Smartphone trotzdem schwer nutzbar sein.

      Besser: Prüfe Deine Seiten während der Erstellung regelmäßig auf Smartphone, Tablet und Desktop. Achte besonders auf Schriftgrößen, Abstände, Buttons, Bilder und die Navigation.

      Fehler 7: Zu viele Plugins installieren

      Gerade bei WordPress ist die Versuchung groß, für jede kleine Funktion ein zusätzliches Plugin zu installieren. Das erhöht jedoch den Wartungsaufwand und kann zu Konflikten oder Performanceproblemen führen.

      Besser: Installiere nur Plugins, die Du wirklich benötigst, und prüfe regelmäßig, ob sie noch gebraucht werden.

      Fehler 8: Die Webseite erst veröffentlichen, wenn alles perfekt ist

      Dieser Fehler kann dazu führen, dass eine Webseite monatelang nicht online geht. Eine Webseite entwickelt sich ohnehin mit Deinem Business weiter.

      Besser: Veröffentliche eine saubere, verständliche und funktionsfähige Version und optimiere sie anschließend auf Basis echter Erfahrungen weiter.

      Merke Dir

      Eine gute Webseite entsteht nicht dadurch, dass Du möglichst viel hineinpackst. Sie entsteht dadurch, dass Deine Besucher schnell verstehen, wo sie sind, was Du anbietest und was sie als Nächstes tun können.

      Checkliste: Ist Deine Webseite bereit für die Umsetzung?

      • Ich weiß, welches Hauptziel meine Webseite verfolgt
      • Ich kann verständlich erklären, was ich anbiete und welchen Nutzen mein Angebot hat
      • Ich weiß, welche Zielgruppe ich hauptsächlich ansprechen möchte
      • Ich kenne wichtige Fragen, Probleme oder Wünsche meiner Zielgruppe
      •  Ich habe festgelegt, welche Seiten meine Webseite benötigt
      • Ich habe überlegt, welche Seiten in die Hauptnavigation gehören
      • Ich habe für die wichtigsten Seiten eine grobe Inhaltsstruktur erstellt
      • Ich weiß, was H1, H2 und H3 bedeuten und nutze Überschriften hierarchisch
      • Ich habe ein überschaubares Farb- und Schriftsystem festgelegt
      • Ich habe Lesbarkeit und Kontraste berücksichtigt
      •  Ich weiß, welche Bilder oder Videos ich benötige
      •   Ich achte bei fremden Bildern auf die Nutzungsrechte
      •   Ich plane Alt-Texte für inhaltlich relevante Bilder ein
      •   Ich habe die inhaltliche Planung abgeschlossen, bevor ich unnötig viel Technik einrichte

      Häufig gestellte Fragen

      Was brauche ich, um eine eigene Webseite zu erstellen?

      Du brauchst zunächst ein klares Ziel, eine Zielgruppe und eine grobe Seiten- und Inhaltsstruktur. Für die technische Umsetzung kommen anschließend eine Domain, Hosting und ein System wie WordPress hinzu. Je nach Projekt benötigst Du außerdem ein Theme oder einen Page Builder sowie ausgewählte Plugins.

      Soll ich zuerst die Domain registrieren oder die Webseite planen?

      Du kannst eine passende Domain früh sichern, besonders wenn Dein Wunschname noch verfügbar ist. Die eigentliche Webseite solltest Du trotzdem zuerst inhaltlich planen. Domain und Hosting ersetzen keine Seitenstruktur, Zielgruppendefinition oder Inhaltsplanung.

      Wie viele Seiten braucht eine Webseite?

      Das hängt vom Angebot und vom Informationsbedarf Deiner Zielgruppe ab. Eine kleine Dienstleistungswebseite kann mit wenigen klaren Seiten auskommen. Umfangreichere Angebote benötigen möglicherweise eigene Leistungsseiten, einen Blog oder zusätzliche Informationsseiten. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern der Zweck jeder Seite.

      Kann ich eine professionelle Webseite selbst erstellen?

      Ja, das ist grundsätzlich möglich. Systeme wie WordPress und Page Builder erleichtern die technische Umsetzung. Trotzdem solltest Du Zeit für Planung, Texte, Gestaltung, Datenschutz, Sicherheit, Barrierefreiheit und Wartung einplanen. Wenn Du an einzelnen Punkten nicht weiterkommst, kannst Du gezielt Unterstützung einkaufen, statt die komplette Webseite abzugeben.

      Muss meine Webseite sofort perfekt sein?

      Nein. Sie sollte zum Start verständlich, technisch funktionsfähig und auf den wichtigsten Geräten gut nutzbar sein. Inhalte und Angebote können sich später weiterentwickeln. Eine klare, funktionierende erste Version ist oft sinnvoller als eine Webseite, die monatelang wegen kleiner Details nicht veröffentlicht wird.

      Was ist wichtiger: Design oder Inhalt?

      Beides arbeitet zusammen. Ein gutes Design macht Inhalte leichter erfassbar und schafft einen professionellen Eindruck. Ohne verständliche Inhalte weiß ein Besucher trotzdem nicht, was Du anbietest. Deshalb entsteht zuerst die inhaltliche Struktur und darauf aufbauend die Gestaltung.

      Brauche ich für meine Webseite SEO?

      Wenn Deine Webseite über Suchmaschinen gefunden werden soll, solltest Du SEO von Anfang an mitdenken. Dazu gehören unter anderem Suchintention, verständliche Seiteninhalte, sinnvolle Überschriften, interne Verlinkungen, technische Grundlagen und gute Ladezeiten. SEO ist jedoch kein einmaliger Schalter, sondern entwickelt sich mit Deiner Webseite weiter.

      Fazit: Eine gute Webseite beginnt vor der technischen Umsetzung

      Wenn Du eine Webseite erstellen möchtest, ist der wichtigste erste Schritt nicht die Auswahl eines Themes oder die Suche nach möglichst vielen Plugins. Entscheidend ist, dass Du weißt, was Deine Webseite erreichen soll und für wen Du sie aufbaust. Mit den sechs Schritten hast Du dafür eine klare Reihenfolge:

      Du definierst Ziel und Nutzen, beschäftigst Dich mit Deiner Zielgruppe, planst Seiten und Navigation, strukturierst Deine Inhalte, legst das visuelle Grundsystem fest und entscheidest, welche Bilder und Videos Deine Aussagen unterstützen. Erst danach beginnt die technische Umsetzung. Dadurch arbeitest Du strukturierter, vermeidest unnötige Umbauten und kannst bei jeder Entscheidung prüfen, ob sie wirklich zu Deiner Webseite und Deiner Zielgruppe passt.

      Wenn Du Deine Ergebnisse nicht nur im Kopf sammeln möchtest, nutze mein kostenloses Workbook „Dein roter Faden“ . Darin kannst Du die wichtigsten Grundlagen für Deine Webseite Schritt für Schritt festhalten und hast anschließend eine konkrete Basis für die weitere Umsetzung.

      In 6 Schritten zur erfolgreichen Webseite
      Katharina Fuhrmann

      Katharina Fuhrmann

      Webdesignerin & Initiatorin

      Ich unterstütze Selbstständige dabei, ihre Ideen Schritt für Schritt in eine professionelle Webseite zu verwandeln.

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