Startseite aufbauen: Welche Inhalte wichtig sind und wo sie hingehören

Inhaltsverzeichnis

      Deine Startseite ist für viele Besucher der erste Kontakt mit Deinem Business. Innerhalb kurzer Zeit versuchen sie herauszufinden: Bin ich hier richtig? Finde ich hier das, wonach ich suche? Und was kann ich als Nächstes tun? Genau deshalb reicht es nicht, eine Startseite einfach mit schönen Bildern, einem Willkommenstext und einer Übersicht Deiner Leistungen zu füllen.

      Eine gute Startseite gibt Orientierung. Sie zeigt, worum es auf Deiner Webseite geht, für wen Dein Angebot gedacht ist und führt Deine Besucher zu den Informationen, die für sie wichtig sind. Dabei muss Deine Startseite nicht alles über Dein Business erklären. Viele Inhalte werden dort nur kurz vorgestellt. Wer mehr erfahren möchte, gelangt über Links oder Buttons zu den entsprechenden Unterseiten. Auch der Aufbau ist nicht bei jeder Webseite gleich. Einige Bereiche sind für fast jede Startseite wichtig, andere sind nur bei bestimmten Angeboten sinnvoll.

      In diesem Artikel zeige ich Dir, welche Inhalte auf einer Startseite wichtig sein können, welche Aufgabe sie haben und welche Informationen besser auf einer Unterseite aufgehoben sind. Außerdem schauen wir uns an, wie Du Deine Besucher mit Handlungsaufforderungen sinnvoll weiterführst.

      Bevor Du Deine Startseite aufbaust

      Bevor Du entscheidest, welche Inhalte auf Deine Startseite kommen, sollten einige Grundlagen Deines Business bereits klar sein.

      Dazu gehören vor allem:

      ➡️ Deine Zielgruppe,
      ➡️ Dein Angebot und
      ➡️ das Ziel Deiner Webseite

      Denn erst wenn Du weißt, wen Du erreichen möchtest und was Du anbietest, kannst Du Deine Startseite darauf ausrichten.

      Für wen ist Deine Webseite gedacht?

      Deine Startseite muss nicht jeden Menschen ansprechen, der Deine Leistung theoretisch gebrauchen könnte. Wichtig ist, dass die Menschen erkennen, für die Dein Angebot tatsächlich gedacht ist. Deine Zielgruppe beeinflusst z.B. welche Probleme oder Bedürfnisse Du ansprichst, welche Vorteile Deines Angebots wichtig sind und welche Informationen Vertrauen schaffen.

      Wenn Deine Zielgruppe noch nicht klar ist, solltest Du diesen Punkt zuerst ausarbeiten. Dabei hilft Dir mein Artikel Zielgruppe definieren.

      Welches Problem löst Du oder welches Bedürfnis erfüllst Du?

      Deine Besucher kommen meist mit einer bestimmten Situation, einem Problem, einem Wunsch oder einem Ziel auf Deine Webseite. Dabei muss Dein Angebot nicht immer ein konkretes Problem lösen. Es kann auch ein Bedürfnis erfüllen. Eine Yogalehrerin könnte z. B. schreiben:

      „Ich biete Yogakurse für Anfänger und Fortgeschrittene an.“

      Damit weiß der Besucher, was sie anbietet. Noch verständlicher wird es, wenn zusätzlich deutlich wird, was der Teilnehmer davon hat:

      „In meinen Yogakursen findest Du einen Ausgleich zu Deinem Alltag und lernst Übungen, mit denen Du Beweglichkeit und Körpergefühl verbessern kannst.“

      Jetzt wird neben der Leistung auch sichtbar, warum das Angebot für den Besucher interessant sein könnte.

      Wenn Du noch unsicher bist, welche Probleme und Bedürfnisse für Deine Zielgruppe wichtig sind, findest Du dazu eine ausführliche Anleitung in Probleme Deiner Zielgruppe verstehen.

      Was soll Dein Besucher auf Deiner Webseite tun?

      Eine Startseite soll Deinen Besucher nicht nur informieren. Sie soll ihm auch zeigen, wie es weitergeht.

      Je nach Business kann der nächste Schritt ganz unterschiedlich aussehen. Ein Besucher kann z.B ein Angebot ansehen, einen Termin vereinbaren, eine Anfrage stellen, ein Produkt auswählen oder weitere Informationen lesen.

      Deshalb findest Du auf Startseiten an verschiedenen Stellen Handlungsaufforderungen, auch Call to Actions oder kurz CTA genannt. Das sind beispielsweise Buttons, die zu einem Angebot, einem Kontaktformular oder einer anderen wichtigen Seite führen. Wo solche Handlungsaufforderungen sinnvoll sind, schauen wir uns im weiteren Verlauf noch genauer an.

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      Bevor Du Deine Startseite aufbaust, sollten Zielgruppe, Angebot und das grundsätzliche Ziel Deiner Webseite bereits klar sein

      Aufbau Deiner Startseite

      Zeige sofort, worum es geht

      Der Einstiegsbereich ist das Erste, was Deine Besucher sehen, wenn sie Deine Startseite öffnen. Häufig wird dieser Bereich auch Hero-Bereich genannt. Er sollte Deinem Besucher schnell Orientierung geben. Er sollte erkennen können, worum es auf Deiner Webseite geht und ob das Angebot für ihn interessant ist.

      Du musst dort noch nicht Dein komplettes Angebot erklären, dafür gibt es die weiteren Bereiche Deiner Startseite und gegebenenfalls eigene Unterseiten.

      Vermeide allgemeine Aussagen

      Sätze wie „Herzlich willkommen auf meiner Webseite“, „Schön, dass Du da bist“ oder „Gemeinsam zum Erfolg“ können freundlich klingen, sagen aber wenig darüber aus, was Du anbietest. Stell Dir z.B einen Fotografen vor, der folgendes auf seiner Webseite schreibt:

      "Momente, die für immer bleiben"

      Der Satz klingt emotional. Ein neuer Besucher weiß aber noch nicht, ob es um Hochzeiten, Familien, Businessfotos oder vielleicht Tierfotografie geht.

      Klarer wäre z.B.:

      "Natürliche Familienfotos für Erinnerungen, die Euch wirklich zeigen."

      Eine kurze Ergänzung kann das Angebot weiter einordnen:

      "Familienshootings in entspannter Atmosphäre für Familien, die keine steifen Studiofotos möchten."

      Damit bekommt der Besucher wesentlich schneller eine Vorstellung davon, worum es geht.

      Ein erster Call to Action kann bereits hier stehen

      Im Einstiegsbereich befindet sich häufig auch der erste Button. Dieser muss nicht immer direkt zu einer Buchung oder Anfrage führen. Je nach Angebot kann es sinnvoller sein, den Besucher zunächst zu weiteren Informationen zu führen.

      Beim Fotografen könnte z.B „Familienshooting ansehen“ stehen. Ist das Angebot bereits selbsterklärend und der Besucher kann direkt anfragen, wäre auch „Shooting anfragen“ möglich.

      Vertrauen aufbauen

      Gerade wenn Besucher Dich oder Dein Unternehmen noch nicht kennen, spielt Vertrauen eine wichtige Rolle. Dafür kannst Du auf Deiner Startseite unterschiedliche Elemente einsetzen, z. B.:

      ➡️ Kundenbewertungen,
      ➡️ Referenzen oder Arbeitsbeispiele,
      ➡️ Qualifikationen und Zertifikate,
      ➡️ Erfahrung,
      ➡️ Kooperationen oder
      ➡️ Einblicke in Deine Arbeitsweise

      Du brauchst davon nicht alles. Entscheidend ist, was zu Deinem Angebot passt und für Deine Besucher tatsächlich relevant ist. Nehmen wir eine Immobilienagentur. Eine Aussage wie:

      „Kompetent und zuverlässig an Ihrer Seite.“

      behauptet zunächst nur etwas.

      „Seit 12 Jahren begleiten wir Eigentümer beim Verkauf ihrer Immobilien in der Region.“

      Zusammen mit echten Kundenbewertungen oder bereits vermittelten Immobilien bekommt der Besucher Informationen, anhand derer er sich selbst ein Bild machen kann.

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      Der Einstiegsbereich soll nicht alles erklären. Er soll Deinem Besucher genügend Orientierung geben, damit er weiß, ob er weiterlesen möchte und wo er gegebenenfalls als Nächstes hinklicken kann

      Problem oder Bedürfnis, dann Dein Angebot

      Zeige, dass Du Deine Besucher verstehst

      Nach dem Einstiegsbereich kannst Du die Situation Deiner Zielgruppe etwas genauer aufgreifen. Dabei muss es nicht immer um ein großes Problem gehen. Je nach Angebot kann auch ein Wunsch oder ein bestimmtes Bedürfnis im Vordergrund stehen. Nehmen wir eine virtuelle Assistenz als Beispiel.

      Sehr allgemein wäre:

      "Hast Du zu wenig Zeit für Deine Büroarbeit? Ich unterstütze Dich gerne."

      Konkreter wird es, wenn die Situation beschrieben wird:

        "Kundenanfragen warten auf eine Antwort, Termine müssen koordiniert werden und die Ablage wächst weiter. Während Du versuchst, alles gleichzeitig zu erledigen, fehlt Dir die Zeit für Deine eigentliche Kundenarbeit."

      Ein Besucher, der diese Situation kennt, kann sich darin leichter wiederfinden. Du musst auf Deiner Startseite allerdings nicht sämtliche Probleme Deiner Zielgruppe ausführlich behandeln. Dieser Bereich soll vor allem zeigen, dass Du ihre Situation verstehst und den Übergang zu Deinem Angebot schaffen.

      Wenn Du genauer herausarbeiten möchtest, welche Probleme Deine Zielgruppe beschäftigen, findest Du dazu mehr in Probleme Deiner Zielgruppe verstehen.

      Zeige, wie Du helfen kannst

      Nachdem Dein Besucher verstanden hat, dass Dein Angebot grundsätzlich zu seiner Situation passen könnte, möchte er wissen, wie Du ihm helfen kannst. Deshalb sollten Deine wichtigsten Leistungen oder Angebote auf Deiner Startseite erkennbar sein. Das bedeutet aber nicht, dass Du dort jede Leistung vollständig erklären musst. Gerade bei umfangreicheren Angeboten ist die Startseite eher eine Übersicht, von der aus Dein Besucher zu den passenden Unterseiten gelangt.

      Nehmen wir einen Malerbetrieb als Beispiel. Eine reine Leistungsübersicht könnte lauten:

          "Innenanstriche, Fassadenarbeiten, Tapezierarbeiten und Lackierungen."

      Etwas verständlicher wäre z.B.:

          "Neue Farbe für Dein Zuhause, von der Beratung bis zum fertigen Anstrich."

      Darunter können die wichtigsten Leistungen kurz vorgestellt werden. Hat der Betrieb zu seinen Leistungen eigene Seiten, kann er von hier aus beispielsweise mit „Mehr erfahren“ zu den jeweiligen Informationen führen. Bei mehreren Angeboten können einzelne Bereiche helfen:

      Innenräume streichen
      Kurze Beschreibung → Mehr erfahren

      Fassade streichen
      Kurze Beschreibung → Mehr erfahren

      Tapezierarbeiten
      Kurze Beschreibung → Mehr erfahren

      So erkennt der Besucher die verschiedenen Möglichkeiten, ohne dass die Startseite zu einer ausführlichen Leistungsbeschreibung wird.

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      Auf der Startseite gibst Du einen Überblick. Ausführliche Informationen zu einzelnen Leistungen gehören in vielen Fällen besser auf eine eigene Angebots- oder Leistungsseite

      Zeige, was Dein Kunde davon hat

      Eine Aufzählung Deiner Leistungen beantwortet noch nicht automatisch die Frage: Was habe ich als Kunde davon? Deshalb ist es sinnvoll, neben dem Angebot auch den Nutzen sichtbar zu machen. Nehmen wir einen Steuerberater als Beispiel:

      „Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen für Unternehmen.“

      Das beschreibt die Leistungen. Der Nutzen könnte dagegen beispielsweise so formuliert werden:

      „Du behältst Deine Zahlen und Fristen im Blick und kannst Dich auf Dein Unternehmen konzentrieren, während Deine steuerlichen Aufgaben zuverlässig bearbeitet werden.“

      Leistungen und Kundenvorteile im Überblick

      Bleib bei realistischen Ergebnissen

      Beim Nutzen solltest Du nichts versprechen, was Du nicht beeinflussen kannst. Ein Unternehmensberater kann z.B helfen, Abläufe zu strukturieren. Er kann aber nicht garantieren, dass ein Unternehmen dadurch seinen Umsatz verdoppelt. Ein Webdesigner kann eine übersichtliche und technisch funktionierende Webseite erstellen. Er kann nicht versprechen, dass allein dadurch automatisch neue Kunden entstehen.

      Ein kurzer Ablauf kann Unsicherheit nehmen

      Bei manchen Dienstleistungen möchten Besucher vor einer Anfrage wissen, wie die Zusammenarbeit überhaupt abläuft. Dann kann ein kurzer Überblick auf der Startseite hilfreich sein, z. B.:

      1. Anfrage → 2. Erstgespräch → 3. Angebot → 4. Umsetzung

      Der Besucher bekommt dadurch eine erste Vorstellung davon, was ihn erwartet. Auch hier gilt: Die Startseite muss nicht jeden einzelnen Schritt erklären. Gibt es Besonderheiten oder einen umfangreicheren Ablauf, kannst Du diesen auf der entsprechenden Angebotsseite genauer beschreiben.

      Bei einem einfachen Produkt oder einem Angebot, dessen Ablauf ohnehin klar ist, brauchst Du einen solchen Bereich dagegen möglicherweise gar nicht.

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      Ein Ablauf gehört nicht grundsätzlich auf jede Startseite. Er ist vor allem dann sinnvoll, wenn er Deinem Besucher eine wichtige Frage beantwortet oder Unsicherheit vor dem nächsten Schritt nimmt

      Diese Bereiche gehören optional auf die Startseite

      Über mich

      Ein Über-mich-Bereich gehört nicht automatisch auf jede Startseite. Ob er sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, welche Rolle die Person hinter dem Angebot bei der Entscheidung spielt. Bei persönlichen Dienstleistungen kann es für Besucher wichtig sein zu wissen, mit wem sie später zusammenarbeiten. Das gilt z. B. bei Coaching, Beratung, Fotografie oder anderen Angeboten mit engem persönlichen Kontakt. Dann kann eine kurze Vorstellung auf der Startseite Vertrauen schaffen.

      Wenn Du einen Über-mich-Bereich einbaust, musst Du dort nicht Deine komplette Geschichte erzählen. Dafür gibt es die eigene Über-mich-Seite. Auf der Startseite kannst Du kurz zeigen:

      ➡️ wer hinter dem Angebot steht,
      ➡️ was für die Zusammenarbeit relevant ist und
      ➡️ was Dich oder Deine Arbeitsweise auszeichnet.

      Anschließend kann ein Button wie „Mehr über mich“ zur ausführlichen Über-mich-Seite führen.

      Bei einem größeren Unternehmen, einem Onlineshop oder einem Angebot, bei dem die Person hinter dem Business für die Entscheidung kaum eine Rolle spielt, kann dieser Bereich dagegen kürzer ausfallen oder ganz entfallen.

      Referenzen, Projekte, konkrete Erfahrung: Behaupte nicht nur, sondern zeige es

      Allgemeine Begriffe wie „professionell“, „zuverlässig“ oder „erfahren“ finden sich auf vielen Webseiten. Aussagekräftiger wird es, wenn Du zeigen kannst, woran Dein Besucher das erkennt. Statt „Unsere Kunden sind zufrieden“ kann eine echte Kundenbewertung mehr aussagen. Statt nur von Erfahrung zu sprechen, kannst Du passende Referenzen, Projekte oder konkrete Erfahrung zeigen.

      Auch hier musst Du auf der Startseite nicht alles präsentieren. Eine Auswahl kann ausreichen. Weitere Referenzen, Projekte oder Kundenstimmen können bei Bedarf auf einer eigenen Unterseite oder direkt beim jeweiligen Angebot stehen.

      FAQ: Häufige Fragen direkt beantworten

      Auch ein FAQ-Bereich ist optional. Er kann sinnvoll sein, wenn Besucher immer wieder ähnliche Fragen haben oder bestimmte Informationen benötigen, bevor sie Kontakt aufnehmen, buchen oder kaufen. Ein Reinigungsunternehmen könnte dort z. B. kurz beantworten, ob Reinigungsmittel mitgebracht werden, welche Regionen angefahren werden oder wie kurzfristig Termine möglich sind.

      Die Startseite muss dabei nicht zur vollständigen Fragensammlung werden. Wähle nur Fragen aus, die an dieser Stelle wirklich relevant sind. Gehören die Fragen dagegen zu einem bestimmten Angebot, sind sie häufig auf der jeweiligen Angebotsseite besser aufgehoben. Dort befinden sich die Besucher bereits näher an ihrer Entscheidung und bekommen die Informationen genau dort, wo sie sie brauchen.

      Wichtig ist dabei: Nur weil ein Bereich auf vielen Startseiten zu finden ist, muss er nicht automatisch auch auf Deine. Wenn eine Information Deinem Besucher bei seiner Entscheidung hilft, kann sie sinnvoll sein. Wenn sie für Dein Angebot keine wichtige Rolle spielt, musst Du sie nicht nur deshalb einbauen, weil andere Webseiten es tun.

      Call to Action: Zeige Deinem Besucher den nächsten Schritt

      Dein Besucher sollte auf Deiner Startseite nicht selbst überlegen müssen, wie es jetzt weitergeht. Genau dafür gibt es Handlungsaufforderungen, sogenannte Call to Actions (CTA).

      Ein CTA kann z. B. ein Button sein:

      ➡️ „Angebot ansehen“
      ➡️ „Termin vereinbaren“
      ➡️ „Kontakt aufnehmen“
      ➡️ „Mehr erfahren“

      Welche Handlungsaufforderung passt, hängt davon ab, was der nächste sinnvolle Schritt für Deinen Besucher ist.

      Ein CTA muss nicht immer direkt zum Kauf führen

      Nicht jeder Besucher ist beim ersten Aufruf Deiner Startseite schon bereit, einen Termin zu buchen, eine Anfrage zu stellen oder etwas zu kaufen. Gerade bei Angeboten, die mehr Erklärung benötigen, kann der nächste Schritt zunächst darin bestehen, sich genauer zu informieren.

      Ein Architekturbüro könnte im Einstiegsbereich z. B. mit „Unsere Leistungen ansehen“ zu einer Übersicht führen. Nach weiteren Informationen und ersten Referenzen kann später „Projekt anfragen“ folgen.

      So führst Du Deinen Besucher Schritt für Schritt weiter, statt von ihm direkt eine große Entscheidung zu verlangen.

      Wo gehört der Call to Action auf die Startseite?

      Ein CTA muss nicht nur einmal ganz unten auf Deiner Startseite stehen. Bereits im Einstiegsbereich kann ein erster Button sinnvoll sein. So müssen Besucher, die schon wissen, was sie suchen, nicht erst die gesamte Seite durchlesen.

      Auch nach wichtigen Bereichen kann eine Handlungsaufforderung sinnvoll sein. Hast Du z. B. Dein Angebot kurz vorgestellt, kannst Du von dort zur ausführlichen Angebotsseite führen. Am Ende der Startseite sollte ebenfalls deutlich werden, wie es weitergeht. Dein Besucher hat die Seite gelesen und sollte jetzt nicht in einer Sackgasse landen. Das bedeutet aber nicht, dass nach jedem Abschnitt ein Button stehen muss. Zu viele unterschiedliche Handlungsaufforderungen können genauso verwirrend sein wie gar keine.

      Bleib bei einer klaren Richtung

      Achte darauf, dass Deine Buttons nicht ständig zu völlig unterschiedlichen Zielen führen. Wenn im Einstiegsbereich „Termin buchen“, danach „Newsletter abonnieren“, anschließend „Blog lesen“ und am Ende „Folge mir auf Instagram“ gleich wichtig dargestellt werden, ist für den Besucher nicht mehr klar, was er eigentlich tun soll.

      Weitere Möglichkeiten dürfen auf Deiner Startseite vorhanden sein. Die wichtigsten Handlungsaufforderungen sollten aber zu dem passen, was Du mit Deiner Webseite erreichen möchtest.

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      Ein guter Call to Action zeigt Deinem Besucher den nächsten sinnvollen Schritt. Platziere ihn dort, wo er zur jeweiligen Information passt, und achte darauf, dass Deine Startseite eine klare Richtung behält

      Was gehört auf die Unterseite?

      Unterseiten sind für Informationen gedacht, die nur für einen Teil Deiner Besucher interessant sind oder mehr Erklärung benötigen. Dazu können je nach Webseite z. B. gehören:

      Angebots- oder Leistungsseiten:
      Hier kannst Du einzelne Angebote ausführlicher vorstellen und Informationen ergänzen, die auf der Startseite zu weit führen würden.

      Über-mich- oder Über-uns-Seite:
      Wenn Besucher mehr über Dich, Dein Unternehmen oder Deine Arbeitsweise erfahren möchten, findest Du hier Platz dafür.

      Kontaktseite:
      Hier können Kontaktmöglichkeiten, Formular, Öffnungszeiten oder weitere Informationen zur Kontaktaufnahme stehen.

      Blog:
      Dort kannst Du Themen ausführlich erklären, Fragen beantworten und zusätzliches Wissen vermitteln.

      So bleibt Deine Startseite übersichtlich und Dein Besucher entscheidet selbst, welche Informationen er als Nächstes benötigt.

      Vermeide doppelte Inhalte

      Du musst den ausführlichen Text einer Unterseite nicht zusätzlich auf Deine Startseite kopieren.

      Wenn Du z. B. eine eigene Angebotsseite hast, reicht auf der Startseite eine kurze Vorstellung. Wer sich dafür interessiert, kann anschließend weiterklicken. Das gleiche Prinzip gilt für Deinen Über-mich-Bereich, Referenzen, Abläufe oder andere umfangreichere Informationen.

      So könnte Deine Startseite aufgebaut sein

      Nachdem wir die einzelnen Bereiche betrachtet haben, können wir sie jetzt zu einem möglichen Gesamtaufbau zusammensetzen.

      Wichtig dabei: Es gibt nicht die eine Reihenfolge, die für jede Startseite richtig ist. Je nach Business, Angebot und Ziel Deiner Webseite kann der Aufbau anders aussehen.

      Eine Startseite könnte z. B. so aufgebaut sein:

      Sechsstufiger Website-Aufbau als Infografik

      Die Reihenfolge darf sich verändern

      Diese Struktur ist eine Orientierung und keine feste Vorlage. Bei einem Angebot, bei dem Vertrauen besonders wichtig ist, können Kundenbewertungen schon früher auftauchen. Bei einem bekannten Produkt muss das Problem vielleicht gar nicht ausführlich erklärt werden. Und wenn mehrere sehr unterschiedliche Leistungen angeboten werden, kann die Angebotsübersicht früher wichtiger sein.

      Entscheidend ist, dass die Inhalte aufeinander aufbauen und Deinen Besucher nicht orientierungslos zurücklassen.

      Auch Deine Call to Actions gehören deshalb nicht als eigener Bereich an eine bestimmte Stelle. Sie begleiten den Besucher dort, wo ein nächster Schritt sinnvoll ist.

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      Eine gute Startseite entsteht nicht dadurch, dass Du möglichst viele Bereiche einbaust. Sie entsteht dadurch, dass Dein Besucher versteht, wo er ist, was Du anbietest und wie er von dort sinnvoll weiterkommt

      Schau Dir Deine Startseite auch aus Sicht eines neuen Besuchers an

      Wenn Du lange an Deiner eigenen Webseite arbeitest, kennst Du Dein Angebot so gut, dass Dir viele Zusammenhänge selbstverständlich erscheinen. Ein neuer Besucher hat dieses Vorwissen nicht.

      Schau Dir Deine Startseite deshalb zum Schluss noch einmal so an, als würdest Du Dein Business zum ersten Mal sehen: Verstehst Du schnell, worum es geht? Findest Du die wichtigen Informationen? Weißt Du, wo Du als Nächstes klicken kannst?

      Wenn diese drei Punkte klar sind, hast Du bereits eine wichtige Grundlage für eine verständliche Startseite geschaffen.

      Häufige Fehler beim Aufbau einer Startseite

      Auch wenn alle wichtigen Informationen vorhanden sind, kann eine Startseite unübersichtlich oder schwer verständlich wirken. Häufig liegt das nicht an einem einzelnen großen Fehler, sondern an mehreren kleinen Dingen, die dem Besucher die Orientierung erschweren.

      Fehler 1: Die Startseite soll alles erklären
      Ein häufiger Fehler ist, möglichst viele Informationen auf der Startseite unterbringen zu wollen. Ausführliche Leistungsbeschreibungen, die komplette Unternehmensgeschichte, lange Abläufe und sämtliche Fragen müssen dort nicht gleichzeitig beantwortet werden. Die Startseite soll einen Überblick geben und weiterführen. Für ausführliche Informationen gibt es die passenden Unterseiten.

      Fehler 2: Der Einstiegsbereich bleibt zu allgemein
      Aussagen wie „Herzlich willkommen“, „Alles aus einer Hand“ oder „Qualität, die überzeugt“ sagen wenig darüber aus, was Besucher auf der Webseite erwartet. Gerade im ersten sichtbaren Bereich sollte schnell verständlich werden, worum es geht und für wen das Angebot gedacht ist.

      Fehler 3: Es werden nur Leistungen aufgezählt
      Besucher möchten nicht nur wissen, was Du anbietest. Sie möchten auch verstehen, was ihnen Dein Angebot bringt. Eine reine Aufzählung von Leistungen kann deshalb zu wenig sein. Verbinde Dein Angebot mit den wichtigsten Vorteilen oder dem Ergebnis für Deine Kunden.

      Fehler 4: Zu viele verschiedene Handlungsaufforderungen konkurrieren miteinander
      „Termin buchen“, „Newsletter abonnieren“, „Blog lesen“, „Instagram folgen“, „Workbook herunterladen“ und „Kontakt aufnehmen“, wenn alles gleichzeitig wichtig erscheint, weiß der Besucher irgendwann nicht mehr, was er tun soll. Weitere Möglichkeiten dürfen vorhanden sein. Die wichtigsten Call to Actions sollten aber eine klare Richtung erkennen lassen.

      Fehler 5: Der nächste Schritt ist nicht erkennbar
      Das Gegenteil ist genauso problematisch: Der Besucher liest die Startseite und weiß am Ende nicht, wie es weitergeht. Buttons und Links sollten deshalb dort eingesetzt werden, wo ein sinnvoller nächster Schritt möglich ist. Besonders am Ende der Startseite sollte der Besucher nicht in einer Sackgasse landen.

      Fehler 6: Jeder mögliche Bereich wird eingebaut
      Nur weil andere Startseiten einen Ablauf, einen Über-mich-Bereich, Kundenbewertungen und ein FAQ haben, brauchst Du diese Bereiche nicht automatisch auch. Frage Dich bei zusätzlichen Inhalten immer, ob sie Deinen Besuchern wirklich bei der Orientierung oder Entscheidung helfen.

      Fehler 7: Die Reihenfolge wirkt zusammengewürfelt
      Eine Startseite besteht nicht einfach aus einzelnen Blöcken, die unabhängig voneinander angeordnet werden. Wenn z. B. ausführliche Kundenbewertungen erscheinen, bevor der Besucher überhaupt verstanden hat, was angeboten wird, fehlt ihm möglicherweise noch der Zusammenhang. Die einzelnen Bereiche sollten deshalb möglichst logisch aufeinander aufbauen.

      Fehler 8: Die Startseite wird nur für den Desktop aufgebaut
      Eine Startseite kann am großen Bildschirm übersichtlich aussehen und auf dem Smartphone trotzdem schwer zu nutzen sein. Prüfe deshalb auch die mobile Ansicht. Texte sollten gut lesbar, Buttons einfach anklickbar und die einzelnen Bereiche klar voneinander zu unterscheiden sein.

      Checkliste: Ist Deine Startseite klar aufgebaut?

      • Ist im Einstiegsbereich schnell erkennbar, worum es auf Deiner Webseite geht?
      • Wird deutlich, für wen Dein Angebot gedacht ist?
      • Greifst Du ein wichtiges Problem, Bedürfnis oder Ziel Deiner Besucher auf?
      • Sind Deine wichtigsten Angebote oder Leistungen erkennbar?
      • Wird deutlich, welchen Nutzen Dein Angebot für den Kunden hat?
      • Führst Du bei ausführlicheren Informationen auf die passende Unterseite weiter?
      • Gibt es passende Vertrauenselemente, wenn diese für Dein Angebot wichtig sind?
      • Hast Du optionale Bereiche wie Ablauf, Über mich oder FAQ nur eingebaut, wenn sie Deinen Besuchern wirklich weiterhelfen?
      • Sind Deine Call to Actions an sinnvollen Stellen platziert?
      • Ist klar, was Dein Besucher am Ende der Startseite als Nächstes tun kann?
      • Wiederholst Du nicht unnötig Inhalte, die auf einer Unterseite ausführlicher erklärt werden?
      • Wirkt die Startseite übersichtlich und nicht mit Informationen überladen?

      • Du musst nicht jeden optionalen Bereich abhaken können. Eine Startseite ist nicht automatisch besser, nur weil sie mehr Inhalte enthält

      Häufig gestellte Fragen

      Was gehört unbedingt auf eine Startseite?

      Auf Deiner Startseite sollte schnell erkennbar sein, worum es auf Deiner Webseite geht, für wen Dein Angebot gedacht ist und wie Du helfen kannst. Außerdem sollte Dein Besucher erkennen können, wie er als Nächstes weiterkommt. Weitere Bereiche wie Ablauf, Über mich, Referenzen oder FAQ sind abhängig von Deinem Business und nicht grundsätzlich notwendig.

      Wie lang sollte eine Startseite sein?

      Dafür gibt es keine feste Länge. Eine Startseite sollte so lang sein, wie es nötig ist, um Deinem Besucher Orientierung zu geben und ihn sinnvoll weiterzuführen. Bei einem einfachen Angebot kann eine kürzere Startseite ausreichen. Gibt es mehrere Leistungen oder benötigt das Angebot mehr Erklärung, kann sie entsprechend umfangreicher sein. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern ob jeder Bereich eine sinnvolle Aufgabe erfüllt.

      Muss ich alle meine Leistungen auf der Startseite zeigen?

      Deine wichtigsten Angebote sollten erkennbar sein. Du musst sie dort aber nicht vollständig erklären. Bei mehreren Leistungen kannst Du einen kurzen Überblick geben und über Buttons oder Links zu den jeweiligen Leistungs- oder Angebotsseiten führen. Dort ist Platz für ausführlichere Informationen.

      Brauche ich einen Über-mich-Bereich auf der Startseite?

      Nein. Ein Über-mich-Bereich ist optionalEr kann sinnvoll sein, wenn die Person hinter dem Angebot für die Entscheidung eine wichtige Rolle spielt, z. B. bei einer persönlichen Dienstleistung. Dann reicht auf der Startseite meist eine kurze Vorstellung mit einem Link zur ausführlichen Über-mich-Seite.

      Wie viele Call to Actions sollte eine Startseite haben?

      Es gibt keine feste Anzahl. Ein Call to Action kann bereits im Einstiegsbereich stehen, nach einem passenden Inhalt erneut auftauchen und am Ende der Startseite den nächsten Schritt zeigen. Wichtiger als die Anzahl ist, dass Deine Handlungsaufforderungen eine klare Richtung haben und zur jeweiligen Stelle passen. Zu viele unterschiedliche Ziele können den Besucher eher verwirren.

      Muss eine Startseite ein FAQ enthalten?

      Nein. Ein FAQ ist ebenfalls optional. Es ist sinnvoll, wenn es Fragen gibt, die viele Besucher betreffen und vor einer Anfrage, Buchung oder einem Kauf wichtig sind. Fragen zu einer bestimmten Leistung passen dagegen häufig besser auf die entsprechende Angebotsseite.

      Fazit: Eine gute Startseite gibt Orientierung

      Eine gute Startseite muss nicht möglichst viele Informationen enthalten. Ihre wichtigste Aufgabe ist es, Deinen Besuchern schnell zu zeigen, worum es auf Deiner Webseite geht, ob Dein Angebot zu ihnen passt und wie sie weitermachen können.

      Dafür brauchst Du einen klaren Einstiegsbereich, eine verständliche Vorstellung Deines Angebots und den Nutzen für Deine Kunden. Weitere Bereiche wie Ablauf, Referenzen, Über mich oder FAQ ergänzt Du nur dann, wenn sie für Dein Business und Deine Besucher sinnvoll sind. Ausführliche Informationen müssen nicht alle auf die Startseite. Nutze passende Unterseiten, um einzelne Angebote oder Themen genauer zu erklären, und führe Deine Besucher mit klaren Call to Actions dorthin weiter.

      So entsteht eine Startseite, die nicht überladen wirkt, sondern Deinen Besuchern einen klaren Weg durch Deine Webseite zeigt. Wenn Du Deine Startseite bereits hast, geh sie jetzt noch einmal mit der Checkliste durch. Oft reichen schon kleine Anpassungen, damit schneller verständlich wird, was Du anbietest und welcher nächste Schritt möglich ist.

      Katharina Fuhrmann

      Katharina Fuhrmann

      Webdesignerin & Initiatorin

      Ich unterstütze Selbstständige dabei, ihre Ideen Schritt für Schritt in eine professionelle Webseite zu verwandeln.

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