Der Footer einer Webseite wird häufig erst ganz zum Schluss erstellt und deshalb oft unterschätzt. Dabei gehört er zu den wichtigsten Bereichen einer professionellen Webseite. Er hilft Besuchern bei der Orientierung, schafft Vertrauen und enthält wichtige gesetzliche Pflichtangaben.
In diesem Arikel erfährst Du
Warum ist der Footer einer Webseite wichtig?
Wenn Besucher auf einer Webseite landen, konzentrieren sie sich zunächst auf den oberen Bereich. Sie lesen Überschriften, sehen sich Bilder an und klicken sich durch das Menü. Doch spätestens am Ende einer Seite wandert der Blick automatisch nach unten und genau dort befindet sich der Footer. Oft finden sich dort nur wenige Links oder ein kurzer Copyright-Hinweis, dabei erfüllt der Footer mehrere wichtige Aufgaben und ist deutlich mehr als nur der Abschluss einer Seite.
Ein professioneller Footer sorgt dafür, dass Besucher schnell wichtige Informationen finden, gleichzeitig vermittelt er einen gepflegten und vertrauenswürdigen Eindruck. Gerade dann, wenn ein Besucher noch unsicher ist, ob er Kontakt aufnehmen oder eine Anfrage stellen möchte, kann ein übersichtlicher Footer den entscheidenden Unterschied machen.
Der Footer übernimmt dabei verschiedene Aufgaben:
- Er erleichtert die Orientierung auf der Webseite
- Er bietet schnellen Zugriff auf wichtige Informationen
- Er stärkt das Vertrauen in Dein Unternehmen
- Er unterstützt eine gute Benutzerfreundlichkeit
- Er enthält häufig rechtlich notwendige Seiten wie das Impressum oder die Datenschutzerklärung
Viele denken beim Footer nur an einen Bereich für Impressum und Datenschutzerklärung. Tatsächlich erfüllt ein professioneller Footer jedoch deutlich mehr Aufgaben. Er hilft Deinen Besuchern dabei, wichtige Informationen schnell zu finden, schafft Vertrauen und sorgt für eine bessere Orientierung auf Deiner Webseite.
Gerade Besucher, die am Ende einer Seite angekommen sind, suchen häufig nach Kontaktmöglichkeiten, rechtlichen Informationen oder weiteren Inhalten.
Fehlen diese Angaben oder wirkt der Footer unübersichtlich, kann das schnell einen unprofessionellen Eindruck hinterlassen und dazu führen, dass Besucher Deine Webseite wieder verlassen. Ein gut strukturierter Footer verbessert nicht nur die Benutzerfreundlichkeit, sondern unterstützt auch den Aufbau einer professionellen Online-Präsenz. Gleichzeitig stellt er sicher, dass wichtige Pflichtangaben leicht erreichbar sind und Deine Besucher jederzeit die Informationen finden, die sie benötigen.
Merke Dir
Ein guter Footer ist keine Ablage für Inhalte, die auf der restlichen Webseite keinen Platz gefunden haben. Er ergänzt die Navigation und hilft Besuchern, wichtige Informationen schnell und einfach zu finden.
Was ist ein Footer überhaupt?
Der Footer, auch Fußzeile oder Fußbereich genannt, ist der unterste Bereich einer Webseite. Er erscheint in der Regel auf jeder einzelnen Seite und bleibt dadurch für Besucher jederzeit erreichbar.
Welche Inhalte im Footer sinnvoll sind, hängt von Deiner Webseite ab. Ein Online-Shop benötigt andere Informationen als die Webseite eines Handwerksbetriebs oder eines Coaches. Während sich im Header meist das Logo und die Hauptnavigation befinden, bildet der Footer den Abschluss der Webseite. Hier werden Informationen gesammelt, die zwar wichtig sind, aber nicht dauerhaft im Mittelpunkt stehen müssen.
Dazu gehören beispielsweise:
- rechtliche Informationen,
- Kontaktmöglichkeiten,
- weiterführende Links,
- Social-Media-Profile,
- zusätzliche Navigationselemente.
Der Footer sollte dabei übersichtlich aufgebaut sein. Besucher möchten die gesuchten Informationen möglichst schnell finden und nicht erst lange nach einem bestimmten Link suchen.
Pflichtangaben: Diese Inhalte sollten nicht fehlen
Ein professioneller Footer besteht aus einer Kombination von Pflichtangaben und freiwilligen Inhalten. Welche Elemente sinnvoll sind, hängt davon ab, welche Art von Webseite Du betreibst. Während einige Angaben gesetzlich vorgeschrieben sind, dienen andere dazu, Deinen Besuchern die Navigation zu erleichtern oder Vertrauen aufzubauen.
Folgende sind die wichtigsten Bestandteile eines Footers:
Impressum
Das Impressum gehört bei den meisten geschäftlichen Webseiten zu den Pflichtangaben. Besucher erwarten, dass sie diesen Link schnell finden können. Deshalb hat sich der Footer als Standard etabliert.
Datenschutzerklärung
Auch die Datenschutzerklärung sollte jederzeit erreichbar sein. Besonders wenn Du Kontaktformulare, Analyse-Tools, Cookies oder eingebettete Inhalte verwendest, ist sie ein wichtiger Bestandteil Deiner Webseite.
Cookie-Einstellungen
Verwendest Du ein Cookie-Banner, sollte der Besucher seine Auswahl später erneut ändern können. Viele Cookie-Lösungen bieten dafür einen entsprechenden Link im Footer an.
Barrierefreiheit
Je nach Art Deiner Webseite können künftig auch Informationen zur Barrierefreiheit relevant sein. Gerade weil sich gesetzliche Vorgaben weiterentwickeln können, lohnt es sich, diesen Bereich im Blick zu behalten.
Diese Elemente gehören ebenso in Deinen Footer
Neben den Pflichtangaben gibt es einige Inhalte, die sich auf den meisten Webseiten bewährt haben.
Navigation
Viele Besucher scrollen bis zum Ende einer Seite und möchten anschließend direkt zu einer anderen Unterseite wechseln.
Deshalb eignet sich der Footer hervorragend für eine kompakte Navigation, beispielsweise mit Links zu:
- Startseite
- Leistungen
- Über mich
- Blog
- Kontakt
Diese Navigation muss nicht identisch mit dem Hauptmenü sein. Oft genügt eine kleinere Auswahl der wichtigsten Seiten.
Kontaktmöglichkeiten
Je einfacher Besucher Kontakt aufnehmen können, desto besser und je nach Unternehmen können beispielsweise folgende Angaben sinnvoll sein:
- E-Mail-Adresse
- Telefonnummer
- Kontaktformular
- Anschrift
- Öffnungszeiten
Nicht jede Webseite benötigt alle diese Informationen. Ein Handwerksbetrieb hat andere Anforderungen als eine Yogalehrerin oder ein Online-Coach.
Social Media
Bist Du auf Plattformen wie Instagram, Facebook, LinkedIn oder YouTube aktiv, kannst Du diese Profile ebenfalls im Footer verlinken. Achte jedoch darauf, nur die Kanäle einzubinden, die Du tatsächlich regelmäßig pflegst. Veraltete oder kaum genutzte Profile wirken schnell unprofessionell.
Copyright
Ein kurzer Copyright-Hinweis ist zwar rechtlich nicht zwingend erforderlich, vermittelt jedoch einen gepflegten Gesamteindruck.
Beispielsweise:
© 2026 BigBiggerBusiness – Alle Rechte vorbehalten.
Wichtiger als der Copyright-Hinweis selbst ist allerdings, dass Deine Webseite insgesamt aktuell und gepflegt wirkt.
Sinnvolle Ergänzungen für Deinen Footer
Neben den Pflichtangaben gibt es viele Inhalte, die Deinen Footer noch hilfreicher machen können. Nicht jeder Footer muss gleich aussehen. Wichtig ist vielmehr, dass Besucher schnell finden, wonach sie suchen.
Über mich oder Über uns
Viele Besucher möchten wissen, wer hinter einer Webseite steckt. Ein Link zur Seite „Über mich“ oder „Über uns“ schafft Vertrauen und gibt Interessenten die Möglichkeit, Dich besser kennenzulernen.
Gerade bei Coaches, Beratern oder Dienstleistern spielt die Persönlichkeit oft eine große Rolle. Ein gut sichtbarer Link im Footer kann deshalb sinnvoll sein.
Leistungen
Wenn Besucher das Ende eines Blogartikels erreicht haben, interessieren sie sich häufig für Deine Angebote. Ein Link zu Deinen Leistungen oder Paketen kann ihnen den nächsten Schritt erleichtern.
Blog
Veröffentlichst Du regelmäßig neue Inhalte, sollte Dein Blog leicht erreichbar sein. Vielleicht liest ein Besucher zunächst einen einzelnen Artikel über Google. Über den Footer kann er anschließend direkt weitere Themen entdecken und länger auf Deiner Webseite bleiben.
Newsletter
Bietest Du einen Newsletter an, kannst Du diesen ebenfalls im Footer erwähnen. Achte jedoch darauf, dass der Footer nicht zu überladen wirkt. Oft reicht ein kurzer Hinweis oder ein dezenter Button völlig aus.
Kostenloses Workbook oder Freebie
Auf vielen Webseiten ist der Footer der letzte Bereich, den Besucher sehen. Genau deshalb eignet er sich hervorragend für einen kleinen Hinweis auf Dein kostenloses Angebot.
Zum Beispiel:
🎁 Kostenloses Workbook „Dein roter Faden“ herunterladen.
So erhalten Besucher noch eine zusätzliche Möglichkeit, mit Dir in Kontakt zu bleiben, selbst wenn sie an dieser Stelle noch keine Anfrage stellen möchten.
Typische Fehler im Footer
Ein Footer sollte unterstützen und nicht verwirren. Leider sieht man immer wieder dieselben Fehler. Zu viele Links und manche Footer enthalten 30 oder sogar 40 verschiedene Links. Dadurch verlieren Besucher schnell den Überblick.
Überlege stattdessen:
- Welche Seiten werden wirklich häufig benötigt?
- Welche Informationen helfen meinen Besuchern weiter?
Qualität ist hier deutlich wichtiger als Quantität.
Zu kleine Schrift
Gerade im Footer wird häufig eine sehr kleine Schrift verwendet. Dabei befinden sich dort oft wichtige Informationen wie Kontaktdaten oder rechtliche Hinweise. Achte deshalb auf eine gut lesbare Schriftgröße und ausreichend Kontrast zwischen Text und Hintergrund.
Veraltete Informationen
Ein Footer wird nach der Erstellung oft vergessen.
Die Folge:
- alte Telefonnummern
- nicht mehr vorhandene Social-Media-Profile
- ungültige E-Mail-Adressen
- falsche Öffnungszeiten
Überprüfe Deinen Footer deshalb regelmäßig.
Zu viele Farben
Der Footer sollte sich optisch vom restlichen Inhalt abheben, aber dennoch zum Gesamtdesign passen. Zu viele Farben, unterschiedliche Schriftarten oder blinkende Elemente lenken eher ab, als dass sie helfen.
Weniger ist hier häufig mehr.
Alles doppelt anzeigen
Manche Webseiten wiederholen im Footer nahezu das komplette Hauptmenü. Das ist meistens nicht notwendig. Konzentriere Dich lieber auf die wichtigsten Seiten und ergänze Informationen, die im oberen Menü keinen Platz gefunden haben.
Praxisbeispiele
Schauen wir uns einmal an, wie unterschiedlich ein sinnvoller Footer aussehen kann.
| Unternehmen | Sinnvolle Inhalte |
| Yogalehrerin | Über mich, Kurse, Kontakt, Newsletter, Impressum, Datenschutz |
| Handwerker | Leistungen, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Anfahrt, Impressum |
| Webdesigner | Leistungen, Portfolio, Blog, Kontakt, Social Media, Impressum |
| Ferienwohnung | Preise, Buchung, Anfahrt, Bewertungen, Kontakt, Impressum |
Du siehst: Es gibt keinen perfekten Standard-Footer. Die Inhalte sollten immer zu Deinem Unternehmen und den Bedürfnissen Deiner Besucher passen.
Gute oder schlechte Lösung?
Schauen wir uns zwei typische Beispiele an.
Weniger gelungen
Der Footer enthält:
- 35 verschiedene Links
- acht Social-Media-Icons
- drei verschiedene Schriftarten
- winzige Schrift
- keine klare Struktur
Der Besucher muss lange suchen und verlässt die Webseite möglicherweise frustriert.
Gute Lösung
Der Footer ist klar gegliedert.
Zum Beispiel:
Navigation
- Startseite
- Leistungen
- Blog
- Kontakt
Kontakt
- Telefonnummer
- Anschrift
Rechtliches
- Impressum
- Datenschutz
- Cookie-Einstellungen
Social Media
- YouTube
Alles ist auf einen Blick erkennbar und leicht erreichbar.
Checkliste: Ist Dein Footer vollständig?
Gehe Deinen Footer einmal Punkt für Punkt durch.
☐ Impressum vorhanden und verlinkt
☐ Datenschutzerklärung ist leicht erreichbar
☐ Cookie-Einstellungen vorhanden (wenn nötig)
☐ Die wichtigsten Kontaktmöglichkeiten sind vorhanden und aktuell
☐ Die Navigation enthält nur relevante Seiten
☐ Social-Media-Profile sind aktuell und aktiv
☐ Copyright-Hinweis übreprüft
☐ Alle Links funktionieren
☐ Der Footer ist auf Smartphone, Tablet und Desktop gut lesbar
☐ Schriftgröße und Kontraste sind gut lesbar
Wenn Du mehrere Punkte mit „Nein“ beantwortest, lohnt es sich, Deinen Footer zu überarbeiten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss das Impressum im Footer stehen?
Nein. Gesetzlich vorgeschrieben ist lediglich, dass das Impressum leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar ist. Da Besucher den Link im Footer erwarten, hat sich dieser Bereich als Standard etabliert.
Gehört die Datenschutzerklärung ebenfalls in den Footer?
Ja, das ist empfehlenswert. Genau wie das Impressum sollte die Datenschutzerklärung jederzeit erreichbar sein. Deshalb wird sie auf den meisten Webseiten im Footer verlinkt.
Sind Social-Media-Links Pflicht?
Nein. Verlinke nur die Plattformen, auf denen Du tatsächlich aktiv bist. Ein gepflegtes YouTube-Profil oder ein regelmäßig genutzter LinkedIn-Account wirkt deutlich professioneller als eine lange Liste kaum genutzter Kanäle.
Sollte der Footer auf jeder Seite gleich aussehen?
In den meisten Fällen ja. Ein einheitlicher Footer sorgt für Orientierung und Wiedererkennung. Besucher wissen dadurch unabhängig von der aktuellen Seite immer, wo sie wichtige Informationen finden.
Wie groß sollte ein Footer sein?
So groß wie nötig, aber so kompakt wie möglich. Ein übersichtlicher Footer hilft Besuchern deutlich mehr als ein Bereich, der mit Informationen überladen ist.
Kann ich den Footer später noch ändern?
Natürlich. Deine Webseite entwickelt sich mit Deinem Unternehmen weiter. Neue Leistungen, zusätzliche Kontaktmöglichkeiten oder ein Newsletter können jederzeit sinnvoll ergänzt werden. Überprüfe Deinen Footer deshalb regelmäßig und halte ihn aktuell.
Fazit: Der Footer ist mehr als nur das Ende Deiner Webseite
Der Footer gehört zu den Bereichen einer Webseite, die oft erst am Ende gestaltet werden. Genau deshalb wird er häufig unterschätzt. Dabei ist er weit mehr als nur der Platz für Impressum und Datenschutz.
Ein gut geplanter Footer hilft Deinen Besuchern dabei, sich zu orientieren, wichtige Informationen schnell zu finden und Vertrauen in Dein Unternehmen aufzubauen. Gleichzeitig unterstützt er eine gute Benutzerfreundlichkeit und vermittelt einen professionellen Gesamteindruck.
Dabei gilt: Mehr Inhalte bedeuten nicht automatisch einen besseren Footer. Entscheidend ist, dass alle Informationen sinnvoll ausgewählt, logisch strukturiert und leicht erreichbar sind. Wenn Du Deinen Footer das nächste Mal überarbeitest, frage Dich nicht: „Was kann ich hier noch unterbringen?“, sondern vielmehr: „Welche Informationen helfen meinen Besuchern wirklich weiter?“
Mit dieser Herangehensweise entsteht ein Footer, der Deine Webseite sinnvoll ergänzt und Besucher auf ihrem Weg unterstützt.
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